Heilpädagogische Zielsetzungen

Die Zielsetzungen dieser Arbeit ergeben sich aus den individuellen und sozialen Gegebenheiten des einzelnen Kindes oder Jugendlichen.

  • Ermöglichung eines Neuanfangs durch Herauslösung aus sozialen Belastungsfaktoren
  • Mögliche Vermeidung der Entwurzelung zur Ursprungsfamiliedurch Kontaktpflege mit Eltern und weiteren Verwandten
  • Vertrauens-/ Beziehungsaufbau und Stabilisierung durch überschaubaren familiären Rahmen mit belastbarer Beziehungsbereitschaft der BetreuerInnen
  • Verbesserung kommunikativer Fähigkeiten, Beziehungsaufnahme/-fähigkeit
  • emotionale Sicherheit
    • Entwicklung und Stärkung des Selbstbewusstseins, Selbstwertgefühles und Selbstsicherheit (eigene Gefühle wahrnehmen, positive Verstärkung)
  • Lebensfreude entdecken, benennen und verstehen
    • Wahrnehmung des eigenen Körpergefühles
    • Bewusstmachung des Umfeldes im Umgang mit Natur, Garten und Tieren
  • Förderung eigener Kreativität durch Spiel- und Gestaltungsangebote
  • Lebensstrukturierung
    • erlernen eines gesunden Lebensrhythmus
    • fest strukturierter Tages- und Wochenplan
  • Verantwortungsbewusstsein entwickeln
    • Eigenverantwortung übernehmen
    • durch Arbeit eigene Stärken und Schwächen erkennen
  • Motivation/Kontinuität
    • Förderung einer positiven Ich-Identität
    • Entdeckung eigener Stärken und Fähigkeiten
  • Persönlichkeitsstabilisierung
    • erleben und erlernen eines sozialen Miteinander und Mitgefühles
    • Anleitung zur Selbstaktualisierung und Bildung eines Selbstkonzeptes
    • Grenzerfahrungen, z.B. durch erlebnispädagogische Angebote
  • Sozialisierungsprozesse
    • erlernen von konstruktiven Umgang mit Konflikten und Krisensituationen (Krisen und Konfliktfähigkeit)
    • entwickeln von Problemlösungsstrategien
    • erlernen von Sozialverhalten im familienähnlichen Verbund (Teamgeist)
    • Vermittlung von Werten und Normen
  • Adäquater Schulabschluss
    • Anbahnung einer individuellen Beschulung
  • Integration in Schule und Ausbildung
    • aufzeigen von verschiedenen Schul- und Berufsperspektiven
  • Begleitung in die Verselbstständigung (bis hin zu Außenbetreutem Wohnen nach § 41 SGB VIII)
    • Erproben lebenspraktischer Fähigkeiten
    • selbstständiges Umsetzen erlernter sozialer Fähigkeiten
    • übernehmen von Eigenverantwortung
    • Selbstständige Problemlösungen
    • Eigenverantwortliche Teilhabe an Schul-/Berufsleben